Pressemitteilung
Kundgebung zu den vergessenen Opfergruppen der DDR-Regimes an der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz am 18. April 2015 von 11 – 13 Uhr

zum Thema

Vergessene Opfergruppen des DDR- Regimes fordern Aufarbeitung und Rehabilitierung

erklärt Katrin Behr, Leiterin der UOKG-Beratungsstelle für DDR-Zwangsadoptionen bei dem
Dachverband der SED-Opfer:

„Das Unrechtsregime der DDR hat nicht nur Millionen Flüchtlinge und politische Gefangene sondern auch viele Opfergruppen hinterlassen, die weniger bekannt sind. Dazu gehören Kinder, die ihren Eltern weggenommen wurden und von linientreuen Familien adoptiert wurden, Kinder und Jugendliche, die in speziellen Heimen der DDR mit drakonischen Methoden umerzogen werden sollten und durch ihre Obhuts Hüter mitunter sexuell missbraucht wurden, verfolgte Schüler, Zwangsausgesiedelte, Zwangsvertriebene und viele andere mehr.

Neben der Beseitigung von bürokratischen Schikanen und unzumutbaren Beweisanforderungen in den Entschädigungsgesetzen fordern die Opferverbände vor allem die Besserstellung von Opfergruppen, die bislang noch überhaupt nicht oder nur unzureichend entschädigt werden.
Die menschenrechtsverachtende Praxis der DDR-Repression beschränkte sich nämlich nicht allein auf die politische Haft.

Betroffen sind namentlich u.a. Opfer von Zwangsadoptionen, von Zersetzung, von Zwangsaussiedlungen an der innerdeutschen Grenze, sowie verfolgte Schüler und Studenten. Auch bei der Entschädigung von DDR-Heimkindern gibt es noch erhebliche Defizite.

Mit unserer Kundgebung wollen wir den Gesetzgeber an seine Verpflichtung erinnern, auch diesen Opfergruppen, die er bisher ignoriert hatte, die verdiente Gerechtigkeit zuteil werden zu lassen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie über die geplante Demonstration berichten könnten.

Veranstalter: Ovz-DDR e.V. in Kooperation mit der UOKG e.V.

Wir bitten Sie um Anmeldung bei Katrin Behr, Fachberaterin für Zwangsadoptionen, unter der
Adresse:

katrinbehr @ ovz-ddr.de